Langsam nähern wir uns dem nördlichen Ende des Roten Meeres. Die See wird deutlich ruhiger und die Temperaturen in der Nacht sind nun deutlich tiefer. Dann und wann ziehen große Container-Schiffe an uns vorüber und es ist immer wieder unglaublich, welche Ladekapazität diese „Riesen der Meere“ haben. Dabei begegnen wir auch Schiffen der Reederei HAPAG auf dem Wege nach Fernost.

Nach der Morgenandacht stellt Landausflugsleiterin Lisa Huijsers die noch vor uns liegenden Landausflüge von Sharm el Sheik bis Messina vor. Hierbei gibt es viel zu beachten, ist doch nicht jeder Gast in gleich guter Kondition, um alle Ausflüge ohne große Anstrengung zu bewältigen. Aber für jeden ist ein Ausflug dabei, der den jeweiligen Interessen und Möglichkeiten entspricht. Alle Ausflüge sind so konzipiert, dass eine sichere und so gut es geht, bequeme Ausflugsgestaltung gegeben ist. So ist ein Schnorchelausflug etwas für Freunde der Unterwasserwelt, der Ausflug zum Katharinenkloster etwas für Freunde der Landschaft des Sinai und der Geschichte. Genau das aber macht eine interessante Kreuzfahrt aus: die Vielfältigkeit des Angebots der Touren! Aber man könnte auch einfach auf dem Schiff bleiben, lesen, Sport treiben, nach durchtanzter Nacht mal wieder richtig ausschlafen und dann am Nachmittag einfach nur Cräpe mit Vanilleeis genießen.

Stimmung ist für den späteren Abend angesagt, denn die Poolparty steht auf dem Programm. Bei ausgelassener Laune wird bis in die tiefe Nacht hinein zu heißen Rhythmen getanzt und gelacht und den Showeinlagen von Peter Grimberg & Ensemble Beifall gespendet. Die „Andreas Lorenz Band“ scheint ein unerschöpfliches Repertoire an Musik zu haben.

KATHARINENKLOSTER AUF DEM SINAI

Schon im 3. Jahrhundert lebten hier Einsiedler, die nur ihrem Gott nahe sein wollten. Hier soll der Bibel nach Moses das Erlebnis des brennenden Dornbusches gehabt haben. Im 6. Jahrhundert dann gründete der römische Kaiser Justitian das Kloster unterhalb des Mosesberges. Benannt wurde es nach der heiligen Katharina von Alexandria, die dort ihren Märtyrertod starb. Engel brachten dann ihre Gebeine an diese einsame Stätte mitten in der gebirgigen Wüste. Seither leben ununterbrochen Mönche verschiedener Konfessionen hier, unbehelligt von Krieg und Politik. Der größte Schatz des Klosters sind seine Ikonen und jahrhundertealten Schriften (Codex Sinaiticus). Auch eine Moschee befindet sich auf dem Gelände.

geschrieben von Reinhard Laszig