Heute haben wir ein Tour mit dem Boot zu den „Cinque Terre“ gemacht, also zu den 5 Dörfern, die alle am Meer gelegen sind. Wegen des starken Windes und den Wellen haben wir aber nur zwei geschafft:

Überblick

In der Region Ligurien, an der Riviera di Levante, liegt die Provinz La Spezia und ihre gleichnamige Hauptstadt. Mit rund 95.000 Einwohnern ist sie nach Genua die zweitgrößte Gemeinde der Region. Die einzigartige Landschaft und ihre Lage an dem tiefen Naturgolf, dem Golf der Poeten, machen La Spezia zu einer besonderen Attraktion. Da die Stadt auf einem engen Landstreifen liegt, der im Süden durch das Meer begrenzt wird und im Norden und Westen von den Bergen, sind die 39 Stadtviertel unregelmäßig auf den umliegenden Hügeln verteilt. Im Westen der Stadt liegt das Marinearsenal, das bereits 1861 errichtet wurde und bis heute, neben dem Marinestützpunkt in Tarent (Apulien), der wichtigste der italienischen Marine ist.

Historie

Die Spuren der menschlichen Besiedlung in der Region La Spezia lassen sich bis in die Eisen- und Bronzezeit zurückverfolgen. Später war La Spezia Teil des römischen Reiches, auch wenn die Ortschaften wegen der steil abfallenden Berghänge schwierig zu erreichen waren. Ab dem 3. Jahrhundert ließen sich hier Christen nieder und in den folgenden Jahrhunderten gab es immer wieder wechselnde Okkupationen von Herulern, Goten und Langobarden. Aber auch Piraten machten den Bewohnern das Leben im Fischerdorf La Spezia schwer. Erst mit den italienischen Stadtrepubliken änderte sich die Situation. Im 13. Jahrhundert wurde das Fischerdorf unter der Herrschaft von Nicolò Fieschi als Außenposten gegen die Übermacht Genuas aufgebaut. Aus dieser Zeit stammt auch das Castello San Giogio. Dennoch wurde die Stadt von Genua erobert und 1273 Teil der Republik. Nun diente die Festung der Verteidigung gegen die toskanischen Stadtrepubliken, besonders gegen Pisa. Zwischen dem Spätmittelalter und der Französischen Revolution wurde La Spezia bereits zur zweitwichtigsten Stadt an der ligurischen Küste. In dieser Zeit wurden die Stadtmauer und die Kathedrale Santa Maria wieder aufgebaut, die von den Genovesen Mitte des 15. Jahrhunderts angezündet worden war. Wie die gesamte Region, war auch La Spezia im Jahre 1656 von einer Malaria-Epidemie betroffen, die viele Verluste forderte. 1805 wurde die Stadt als Teil der Ligurischen Republik unter die Herrschaft Frankreichs gestellt und 1808 zum Verwaltungssitz. Schon zu dieser Zeit wurde aus dem Fischerhafen ein wichtiger Militärhafen. Durch die Niederlage Napoleons in der Schlacht von Waterloo 1815 wurde Ligurien Teil des Königreiches Piemont. Die Regierung unter Camillo Benso Graf von Cavour beschloss den Militärhafen auszubauen, der 1869 schließlich fertig gestellt wurde. In der Folgezeit stieg die Bevölkerungszahl rasant an und lag 1881 schon bei ca. 30.000 Einwohnern. Und auch die Errichtung des anspruchsvollen Teilstücks zwischen Sestri Levante und La Spezia auf der Bahnstrecke von Pisa nach Genua in den 1870er Jahren, ließ die Stadt weiter wachsen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden viele bedeutende Bauwerke in der Stadt errichtet, auch nach der Machtübernahme durch die Faschisten 1922. Im Zweiten Weltkrieg wurde die gesamte Region stark zerstört. Daraufhin bildeten sich Partisanengruppen, die La Spezia am 23.April 1945 unter ihre Kontrolle brachten. Direkt nach Kriegsende wurde die Stadt als Ausreiseort für jüdische Flüchtlinge unter dem Namen „Citta die Exodus“ bekannt. Bis 1948 bestiegen ca. 23.000 Juden von hier aus Schiffe mit dem Ziel Palästina. 1971 erreichte La Spezia mit 125.000 Einwohnern die höchste Bevölkerungsdichte. Doch die Abwanderung wegen sinkender Arbeitsplätze in der Industrie machte auch vor La Spezia nicht halt. Heute hat die Stadt mit ihren 95.000 Einwohnern eine ähnliche Bevölkerungszahll wie nach dem 1.Weltkrieg.